Kindern Märchen vorlesen – wie das Vorlesen Kinder bereichert

Eltern-Kind-Vorlesen

Besonders Kleinkinder lieben es gemeinsam mit Mama oder Papa zu lesen. Und Kindern Märchen vorlesen sorgt dafür, dass die Kleinen diese speziellen Geschichten sofort wiedererkennen. Der klassische Einstieg „Es war einmal….“ lässt viele sofort aufhorchen. Aber nicht nur die Prinzessinnen und Prinzen sind beliebte Begleiter des allabendlichen Zubettgehens oder der Kuschelstunde mit Mama oder Papa im Lesesessel. Kinder lieben es Geschichten zu lauschen. Und das ist auch gut so, denn für Kinder hat Vorlesen viele Vorteile.

Ab wann sollte man Kindern vorlesen?

Als frischgebackenes Elternteil eignet man sich gerne möglichst viel Wissen zu Themen an, die das neue Familienmitglied betreffen. Aber oft widersprechen sich dabei manche Empfehlungen. So zum Beispiel beim Thema Vorlesen. Grob wird angegeben, dass vor dem ersten Lebensjahr mit dem Vorlesen begonnen werden sollte. Kindern Märchen vorlesen ist da eher noch unangebracht. Vorlesen heißt in diesem Alter Bilderbücher durchblättern, die von den Eltern kommentiert werden. Laut Experten ist aber diese Art des Vorlesens schon in den ersten Monaten von Bedeutung.

5 Vorteile des Vorlesens

  1. Lernen durch Vorlesen

Kinder lernen die Welt erst noch kennen. Da die Kleinen sich oftmals direkt in die fiktionalen Welten von Geschichten eindenken, erleben sie mithilfe von Erzählungen sehr viel ohne den Schoss des Elternteils zu verlassen. Die Fantasie wird dadurch beflügelt, neue Themen werden entdeckt und soziales Verhalten eingeübt. Viele Bücher für Kinder beschäftigen sich beispielsweise mit sensiblen Situationen wie neuen Geschwistern, gleichgeschlechtlichen Eltern oder Scheidungen. Durch das Vorlesen lernen die Kleinen, wie man mit schwierigen Angelegenheiten umgehen kann.

  1. Vorlesen fördert die Sprachentwicklung

Regelmäßiges Vorlesen erweitert den Wortschatz. Kinder, denen Märchen und anderes vorgelesen wird, weisen aber nicht nur ein größeres Vokabular auf. Auch das Sprachgefühl wird durch den höheren Input verbessert. Insgesamt ist erwiesen, dass sich Kindern denen vorgelesen wurde, später in der Schule leichter tun. Denn aus diesen Kleinen, werden meist später auch selbst Vielleser. Und in der schulischen und später beruflichen Laufbahn gehört ein gutes Leseverständnis zu einer der wichtigsten Fähigkeiten.

  1. Routine und Konzentration

Am besten ist es, eine Routine beim Vorlesen zu haben. Nicht nur kurz vor dem Zubettgehen ist hier eine Option. Genauso gut kann jeden Nachmittag zu einer festgelegten Zeit eine Vorlesestunde eingeplant werden. Durch die Routine wird auch die Konzentrationsfähigkeit gestärkt. Denn das Kind weiß, jetzt ist es für einen gewissen Zeitraum wichtig aufzupassen! Getobt werden kann danach wieder. Für kleine Energiebündel sind diese Momente auch eine gute Möglichkeit zur Ruhe zu kommen.

  1. Eltern-Kind-Bindung stärken durch Vorlesen

Das Vorlesen ist eine gute Möglichkeit Zeit mit seinem Sprössling zu verbringen. Wenn Mama oder Papa genug Türmchen für einen Tag gebaut haben, der fiktive Tee, den man mit Mister Bär getrunken hat, langsam auf den Magen schlägt oder man aus der Puste ist vom Fangen spielen, bietet das Vorlesen eine entspannte und abwechslungsreiche Möglichkeit sich mit seinem Kind zu beschäftigen. Auch die Kuschelkomponente spielt hier mit rein. Einmal Knuddelstunde mit Mama! Welche Kinderaugen leuchten dabei nicht auf? Eine schöne Geschichte anhören, während man auf dem Schoss von Mutti sitzt, kommt da genau richtig.

  1. Ablenkung leicht gemacht

In manchen Situationen ist Ablenkung gefragt, ob beim Doktor im Wartezimmer oder aber bei langen Reisen. Vorlesen ist dabei eine gute Möglichkeit den Sprösslings zumindest für einige Zeit abzulenken. Eine ausgedehnte Autofahrt beispielsweise, bei der das Kind lange in Babyschale oder Autositz sitzen bleiben muss, kann so aufgelockert werden.

Während ein Elternteil fährt, kann das andere auf der Rückbank Platz nehmen und das Kind mit einem Buch beschäftigen. Damit dein Kind bei der Aurofahrt sicher ist, sind Babyschale & Kindersitz unverzichtbar. Unsere Autositze und Babyschalen kannst du direkt in unserem Online-Shop anschauen und bestellen. In einem anderen Blogbeitrag hier im Knorr Baby Blog erklären wir dir, wie du Babyschalen mit Isofix richtig befestigen kannst.

Vorgelesen bekommen macht Spaß

Auch dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Laut der Vorlesestudie 2016 der Stiftung Lesen geben 91 Prozent der befragten Schulkinder an, dass ihnen das Vorlesen gefällt. Und auch Eltern können sich dabei Mal austoben. Mit verschiedenen Stimmen für die Charaktere kann beispielsweise das eigene schauspielerische Talent herausgekitzelt werden. Oder aber spontane Umänderungen des Buchs können sowohl Vorleser als auch Zuhörer in seinen Bann ziehen. Der Name des Kindes als Hauptfigur lässt Ohren spitz werden!

Wie lange sollte ich meinem Kind Vorlesen?

Nach all den Vorteilen stellt sich nun die Frage: Wie lange sollte die ideale Vorlesestunde dauern? Laut Experten reichen dafür schon 15 Minuten täglich aus – keine unmögliche Zeitinvestition also. Bis zu welchem Alter man vorlesen sollte, hängt auch stark vom Kind ab, von dessen Wünschen und dessen Begeisterung zum selbst lesen . Bis zum Ende der Grundschulzeit ist hier aber ein guter Richtwert.

Kindern Märchen vorlesen – welcher Lesestoff eignet sich?

Die Auswahl an möglichem Lesematerial ist schier endlos. Von klassischen Märchen bis zu modernen Büchern, die aktuelle Probleme besprechen gibt es fast alles. Die Original Geschichten der Gebrüder Grimm sind für die Kleinen natürlich nichts, da diese sehr blutrünstig und grausam sind. Aber vor allem die kindgerechten Versionen der Märchen sind immer noch sehr beliebt. Wer auf der Suche nach modernen Geschichtensammlungen ist, dem greift wiederum die Stiftung Lesen unter die Arme. Unter den Empfehlungen der Stiftung findet sich für jeden Geschmack etwas.

Vorlesetag

Um der Bedeutung des Vorlesens ein Zeichen zu setzen und gleichzeitig die Freude daran zu wecken, findet seit 2004 der bundesweite Vorlesetag statt. Über 150.000 Teilnehmer am letzten Vorlesetag zeigen, dass das Thema Eltern sowie Kindern gerechtfertigter- und erfreulicherweise am Herzen liegt. Es gilt also:

Tu deinem Kind etwas Gutes – lies ihm vor!

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